Am 13. März 2026 war Graz ein internationaler Treffpunkt junger Mathematik-Talente: Der Teamwettbewerb „Náboj Math“ machte Station in der steirischen Landeshauptstadt – organisiert vom Projekt MmF Uni Graz (Mathematik macht Freude; verankert an der Uni Wien). Was vor zwei Jahren noch als Pilotprojekt begann, hat sich heuer eindrucksvoll zu einem der größten deutschsprachigen Standorte entwickelt.
Ein Jahr Vorbereitung – ein Tag voller Spannung
Hinter der Veranstaltung stand beinahe ein Jahr intensiver Vorbereitung: von der Suche nach einem geeigneten Veranstaltungsort über Schulwerbung und internationales Aufgabenmanagement bis hin zur Organisation eines großen Helfer:innen-Teams.
Entsprechend groß war die Freude, als schließlich mehr als 300 Schüler:innen in über 60 Teams aus der gesamten Steiermark und darüber hinaus nach Graz kamen.
Zeitgleich wurde der Wettbewerb in 16 Ländern auf drei Kontinenten ausgetragen – ein starkes Zeichen für die internationale Vernetzung mathematischer Talente. Graz konnte sich heuer mit dem Organisationsteam um David Präsent, Hartwig Lasser und Projektleiter Dr. Michael Fischer (Uni Graz) endgültig unter den großen Standorten etablieren.
Mathematik als Teamsport: Einsatz, Tempo und Gänsehaut
Das bewährte Konzept von Náboj Math verwandelte das Audimax in eine Arena des Denkens: Teams aus bis zu fünf Schüler:innen lösten innerhalb von zwei Stunden zunehmend anspruchsvollere Aufgaben. Jede richtige Lösung brachte neue Herausforderungen – und wertvolle Punkte.
Besonders eindrucksvoll war für die Schüler:innen das Live-Ranking, das über ein digitales System laufend aktualisiert wurde und für zusätzliche Spannung sorgte.
Nach einem intensiven Start mit großem Andrang an den Kontrollstationen entwickelte sich rasch eine hochkonzentrierte Arbeitsatmosphäre. Lehrkräfte und Gäste sprachen von einer „Gänsehautstimmung“, die den gesamten Saal erfüllte.
Die letzten Minuten waren geprägt von höchstem Einsatz: Wege wurden gelaufen statt gegangen, die Anspannung war den Teilnehmer:innen ins Gesicht geschrieben – und sogar ein zurückgelassener Turnschuh zeugte davon, dass jede Sekunde zählte.
Die Wettbewerbsergebnisse (Graz, Österreich und international) sind hier online einsehbar.
Perfekte Bedingungen dank starker Partnerschaften und eines engagierten Teams
Die Austragung im Audimax der FH Joanneum wurde durch die Unterstützung der Stadt Graz sowie der FH selbst ermöglicht. Unser besonderer Dank gilt unseren Gastgebern für die hervorragende Betreuung vor Ort.
Ebenso herzlich danken wir unseren weiteren Unterstützer:innen: dem Regionalen Fachdidaktikzentrum für Mathematik und Geometrie (RFDZ MuG), der Buchhandlung Morawa Moser sowie der Spielwarenhandlung Brick Complete, die die Siegerehrung mit attraktiven Preisen bereicherten.
Ein Wettbewerb dieser Größenordnung wäre ohne engagierte – und großteils freiwillige – Helfer:innen nicht möglich gewesen. Besonderer Dank gilt den MmF-Coaches, den Kolleg:innen der Studienvertretung Mathematik (Sigma) sowie zahlreichen Mathematiker:innen der Universität Graz, TU Graz und TU München. Ihr Einsatz an den Kontroll- und Ausgabestationen war entscheidend für den reibungslosen Ablauf.
Ausblick
Mit der diesjährigen Ausgabe ist klar: Der Náboj Math hat in Graz nicht nur Fuß gefasst, sondern sich als Fixpunkt im mathematischen Wettbewerbsjahr etabliert. Das Projekt MmF der Universität Graz freut sich darauf, diesen Weg weiterzugehen – und noch mehr junge Menschen für die Schönheit und Herausforderung der Mathematik zu begeistern.